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Gewölleuntersuchung - Habitatvergleich

Bestimmung des Beutespektrums der Schleiereule mit Hilfe von Gewöllen aus zwei unterschiedlichen Habitaten im Ennepe-Ruhr-Kreis

Facharbeit Städt. Reichenbach Gymnasium Ennepetal Leistungskurs Biologie
von Marius Jürgens Jgst. 12, Schuljahr: 2005/2006

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Vorwort

Diese Arbeit ist entstanden mit der sehr freundlichen Unterstützung von Elke Zach-Heuer von der Biologischen Station Ennepetal. Immer wieder mal hat sie mich mit zusätzlicher Literatur oder mit ganz praktischen Dingen, wie passendem Untersuchungsbesteck versorgt.
Vielen, vielen Dank dafür.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S. 3

2.   Monographie Tyto alba S. 3

2.1.    Zoologische Merkmale S. 4

2.2.  Verbreitung und Lebensraum S. 4

2.3.    Fortpflanzung und Brut S. 5

3.   Topographische Betrachtung der Habitate S. 5

4.  Gewöllmaterial und Untersuchungsmethoden S. 6

4.1   Aufbereitung des Gewöllmaterials S. 6

5.   Untersuchung und Bestimmung des Osteologischen Materials S. 7

5.1   Beschreibung der nötigen Hilfsmittel S. 7

5.2    Die Bestimmung des Osteologischen Materials S. 7

6.   Habitatvergleichende Auswertung der Gewölle S. 10

7.Beziehung zwischen Beutespektrum und Habitat S. 12

8.  Schlussteil S.13

Quellenverzeichnis S. 14

 

1.  Einleitung

Eulen und speziell Schleiereulen gehören in der Literatur nicht gerade zu den unbeachteten Tieren. In meiner eigenen Wahrnehmung allerdings haben sie sich bis jetzt jeder näheren Betrachtung entzogen. Das soll sich mit der Erstellung dieser Facharbeit ändern.
Ich werde meine Aufgabe darin sehen, zunächst das Tier, dessen Beutespektrum es festzustellen gilt, vorzustellen. Danach soll mein Hauptaufgabe darin bestehen, möglichst präzise und wissenschaftlich relevant Gewöllproben aus zwei voneinander getrennten Habitaten auf Beutereste zu untersuchen und möglicherweise ins Verhältnis zu setzten. Auf die Beute selbst werde ich nur insofern eingehen, als sie mir u.U. signifikante Ergebnisse und Erkenntnisse liefert und somit eine Erklärung fordert. Das könnte z.B. dann der Fall sein, wenn sich die Beutespektren der zwei Habitate sehr voneinander unterscheiden.

 

2.  Monographie Tyto alba

Im Folgenden möchte ich einen monographischen Überblick geben, der Informationen über Anatomie und Lebensweise der Schleiereule gibt. Dazu ist es nötig, die Eingliederung in ein Biologisches Ordnungssystem vorzunehmen.

Bei der Schleiereule handelt es sich also um einen Vertreter der Tytonidae. In meiner weiteren Beschreibung werde ich mich auf die Schleiereule (Tyto alba) beziehen.


2.1.  Zoologische Merkmale

Den Namen verdankt die Schleiereule einer typischen Federanordnung um Augen- und Schnabelpartie, die an einen herzförmigen Schleier erinnert. Die Färbung kann als weiß-grau bis hell-beige beschrieben werden, die zum Schnabel hin teilweise in einem hellen Rostton verläuft. Bei Nacht ist es von großem Vorteil, dass die besondere Anordnung des Federkleides der Schleiereule einen absolut lautlosen Flug ermöglicht, in dem auch kleinste Fluggeräusche absorbiert werden. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Federsaum der Flügel sich wie ausgefranst darstellt und damit die Flügelschläge ohne vernehmbares Geräusch ablaufen.
Als ebenso hilfreich beim Beuteerwerb erweist sich das gute Gehör der Schleiereulen. Die Ränder der Ohröffnungen werden durch gefiederte Klappen gebildet und erfüllen damit die Funktion von kleinen Schalltrichtern. Damit können selbst allerschwächste Geräusche aufgefangen werden. Schleiereulen sind ebenso, wie ihre Artgenossen sogar in der Lage, den Zeitunterschied zwischen dem Einfall des Schalls an beiden Ohren wahrzunehmen und damit ein genaues Orten der Beute sicherzustellen. Diese Fähigkeit wird als "Richtungshören" bezeichnet. (vgl. Grzimek  1993b, S.381)
Die Schleiereule besitzt Augen, die ihr beim Beuteerwerb zusätzlich gute Dienste erweisen, da sie mit einem sehr großen Öffnungswinkel der Hornhaut einem Sehen bei schwächstem Licht angepasst sind. Die Augen sind zwar unbeweglich, was sich allerdings deshalb nicht als Nachteil erweist, da Schleiereulen, ebenso wie alle Eulen in der Lage sind ihren Kopf bis zu 270° herum zu drehen. (vgl. Grzimek 1993b, S.377)
Nicht zuletzt ist die Schleiereule ein ausgezeichneter Jäger wegen ihrer scharfen Krallenfüße und wegen ihres spitzen Schnabels. Beide Körpermerkmale sind bestens geeignet, die Beutetiere schnell bewegungsunfähig zu machen und zu töten.

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